FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Photovoltaikanlage

Rentiert sich eine Photovoltaikanlage heutzutage noch?

Der mit Ihrer eigenen PV-Anlage erzeugte Strom ist in der Regel wesentlich günstiger, als der gelieferte Strom von Ihrem Energieversorger. Grundsätzlich sind für die optimale Anlagenauslegung Ihre individuellen Verbrauchsgewohnheiten und die zur Verfügung stehende Fläche zur Sonnenstomerzeugung zu berücksichtigen. Nur so lassen sich die größtmöglichen Einsparungen realisieren.

Lässt sich bei meiner existierenden Photovoltaikanlage ein Speicher nachrüsten?

Bestehende PV-Anlagen können in der Regel mit aktuellen Speichersystemen nachgerüstet werden. Bei Fragen beraten wir Sie gern. Mit Sicherheit finden wir eine passende Speicherlösung. Kontaktieren Sie uns.

Was passiert mit meiner PV-Anlage wenn die EEG-Vergütung ausläuft?

vgl. Blog von Milk the Sun

Für Anlagenbetreiber, deren Photovoltaikanlage bereits im Jahr 2000 oder vorher ans Netz gegangen ist, läuft demnächst die finanzielle Förderung gemäß EEG aus.
Folgende Möglichkeiten können in Betracht gezogen werden:

  • Umstellung von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch
  • Direktbelieferung von Endverbrauchern
  • Verpachtung der Anlage

1. Umstellung von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch

Die bisherige Volleinspeisung ins Netz wird Zählertechnisch so umgebaut, dass der Strom ähnlich wie bei Neuanlagen selbst verbraucht wird und der überschüssige Strom nun aber ins Netz gespeist, oder besser noch gespeichert wird (Batteriespeicher, Wärmepumpe, Heizstab oder e-Auto).
Selbst wenn die Solar-Anlage eine Betriebsdauer von 20 Jahre aufweist, kann sie wie bisher weiterhin Strom produzieren. Die hohen Anschaffungskosten der Anfangsjahre sollten sich über die entsprechend hohen Einspeisevergütungen im Laufe der Jahre amortisiert haben.
Die Erhöhung des Eigenverbrauchs erfolgt somit ohne zusätzliche Investitionen für die PV-Anlage. Die Strombezugskosten werden reduziert. Selbst wenn der überschüssige Strom mit geringer finanzieller Vergütung ins Netz gespeist wird, lohnt sich das.

2. Direktbelieferung von Endverbrauchern

Bei der Direktbelieferung liefert der Anlagenbetreiber Strom an den Endverbraucher und rechnet diesen entsprechend ab. Der verbleibende Strombedarf, der nicht von der Anlage gedeckt werden kann (Nachts / wenig Sonneneinstrahlung), bezieht der Endverbraucher mit einem normalen Stromliefervertrag vom Energieversorgungsunternehmen.
Diese Art der Belieferung macht grundsätzlich Sinn, wenn sich die Stromkunden auf dem selben Grundstück befinden und ist hier wenig problematisch. Müssten allerdings für die Direktbelieferung von Nachbarn separate Kabel verlegt werden, ergeben sich weitere Umbaumaßnahmen da Schutzfunktionen und korrekte Energiezählung und Abrechnung gewährleistet sein müssen. Dies kann einen Umbau der Netzanschlüsse erforderlich machen.

3. Verpachtung der Anlage

Da die zuvor erwähnte Direktbelieferung von Endverbrauchern zu keinem Vorteil bezüglich der EEG-Umlage führt, finden Pachtmodelle in der Praxis Anklang. Mit dem Pachten einer PV-Anlage wird der Stromkunde selbst zum Stromerzeuger. In dieser Konstellation fallen aktuell nur 40% der EEG-Umlage an.
Der Eigentümer der Photovoltaikanlage erhält in diesem Fall Erlöse aus der Pacht, insofern kein verkappter Stromliefervertrag vorliegt. Das Risiko des Anlagenbetriebs muss vom Kunden also selbst getragen werden.