So kannst auch Du selbst Strom erzeugen und Deine Stromrechnung reduzieren. Geld sparen mit einem Balkonkraftwerk, Balkonmodul oder einer Mini-Solaranlage

Ein Balkonkraftwerk stellt die kostengünstigste Möglichkeit dar, legal selbst grünen Strom herzustellen und im Hausnetz selbst zu verbrauchen. So lässt sich der Eigenverbrauch optimieren und dadurch die Stromrechnung reduzieren. Teure Umbauten an der Elektroverteilung oder am Zählerkasten, wie bei den größeren Photovoltaikanlagen sind hier nicht erforderlich, da die Geräte am Endstromkreis angeschlossen werden dürfen.

Das Balkonkraftwerk besteht aus einem oder zwei Photovoltaik Modulen mit einem Modulwechselrichter. Der Modulwechselrichter wird dann in die Steckdose gesteckt. Naheliegende Verbraucher (Aquarium, Waschmaschine, Kühlschrank usw.) werden dann direkt mit den selbst erzeugten Strom versorgt, wodurch sich der Zähler langsamer dreht und die Stromrechnung sinkt.

Aufbau Balkonkraftwerk mit Hoymiles MI-600 und 2 Solar Modulen

Das Anschließen der PV-Module an den Wechselrichter ist kinderleicht, da die Stecker verpolungssicher sind. Es müssen nur die jeweiligen Plus und Minus Kabel der Module mit den entsprechenden Eingangssteckern zusammengesteckt werden. Das vorkonfigurierte Anschlusskabel wird mit dem Modulwechselrichter verbunden. Endkappe auf den Verbindungsstrang zu weiteren Modulwechselrichtern drauf und fertig.

Die Modulwechselrichter sind so konzipiert, dass sie mit den Umweltbedingungen im Freien klarkommen. Die Bauteile im inneren des Modulwechselrichters sind in der Regel vergossen. Regen macht den Wechselrichter daher nichts aus. Modulwechselrichter werden, wie der Name schon sagt, direkt am PV-Modul angeschlossen. Wenn es um die Installation auf dem Dach geht wird der Modulwechselrichter auf der Aluschiene festgeschraubt und an die Module angeschlossen (ähnlich wie bei SolarEdge Leistungsoptimierern). Befestigung Modulwechselrichter bei Montage auf Ziegeldach Die Module liegen dann über dem Modulwechselrichter und werden auf der Schiene festgeklemmt. Ansonsten müssten 4 DC-Solarkabel durch das Dach geführt werden. So ist es nur die AC-Leitung für die Einspeisung in den Endstromkreis.

Kurze Antwort: Ja. Die meisten Energieversorger / Stadtwerke haben dazu vereinfachte Formulare zum Download eingerichtet. Diese meist einseitigen Formulare fordern in der Regel nur die Eintragung des Anlagenstandorts und der Anlagengröße. Hinzu kommt die Registrierung im Marktstammdatenregister. Weitere Hinweise erhältst Du in der rechten Spalte.

Die aktuelle Leistungsgrenze für Balkonkraftwerke liegt bei 600W Einspeiseleistung. Das heißt der Wechselrichter darf maximal 600W ins Hausnetz einspeisen. Dies ist mit dem MI-600 gegeben.

Die Modulleistung kann durchaus größer sein, da der Wechselrichter (MI-600) maximal 600W einspeisen kann. Wenn bei dem Balkonkraftwerk nur zwei 300W Module eingesetzt werden würden, wäre es sehr schwierig bis unmöglich überhaupt 600W zu erzielen. Die Module geben die angegebene Nennleistung unter STC Bedingungen ab. Das heißt bei einer Sonneneinstrahlung von 1000W/m² und 25°C Zelltemperatur. Da die Photovoltaikmodule unter realen Bedingungen im Sommer gern ca. 70°C heiß werden, sinkt die Spannung und damit auch die Leistung. Erst durch Verwendung von leistungsfähigeren Modulen oberhalb von 300W lässt sich das 600W Potential des Modulwechselrichters ausschöpfen. Bei schwachen Lichtverhältnissen bietet ein leistungsstärkeres Modul ebenfalls eine bessere Leistungsausbeute.

Die Idee den mit der Mini-Solaranlage erzeugten Strom auch zu speichern erscheint zunächst sinnvoll und richtig. Mit einem Speicher könnte so der überschüssige Strom gespeichert und nicht an den Energieversorger verschenkt werden. Zähler mit Rücklaufsperre erfassen den eingespeisten Strom ohnehin nicht. Bei Zwei-Richtungszählern wird mit Anmeldung der Balkonanlage meist auch der Verzicht auf eine Vergütung akzeptiert.
Die Herausforderung für die Speicherung besteht darin, dass der Speicher wissen muss, was gerade zu tun ist. Soll Energie gespeichert werden, wenn ja wie viel bzw. soll der Speicher entladen werden. Dies ist nur durch eine Erfassung des Hausverbrauchs am Zähler möglich. Die zusätzlichen Messeinrichtungen und Kommunikationswege von der Messeinheit zum Speicher machen die Idee finanziell schnell unattraktiv und erfordern weitere bürokratische Anmeldungen.

Ein normaler Hausanschluß in Deutschland hat 3 Phasen (L1, L2 und L3). Der Modulwechselrichter ist ein einphasiger Generator und wird an eine der drei Phasen angeschlossen. Wie wird aber nun sicher gestellt, dass der Strom im Haus selbst verbraucht wird, wenn ich keine Verbraucher auf dieser Phase betreibe bzw. diese nicht die volle Leistung abnehmen? Summenstromerfassung durch den Zähler Der Zähler macht eine Summenstromerfassung. Wenn auf der Phase wo der Modulwechselrichter angeschlossen ist, physikalisch Stom ins Netz eingespeist wird, jedoch auf den anderen beiden Phasen Strom bezogen wird, wertet dies der Zähler in Summe aus.
Beispiel: der Modulwechselrichter erzeugt 400W. Auf der Einspeisephase werden aber nur 150W verbraucht. Physikalisch werden dann 250W ins Netz gespeist. Wenn nun aber auf den anderen beiden Phasen 300W verbraucht werden, bezieht der Zähler in Summe nur 50W.

Viele Steckersolargeräte werden mit den Envertech EVT560 angeboten. Der EVT560 leistet maximal 560W und schöpft das zulässige Leistungspotential von 600W nicht aus. Der Zugriff auf die Leistungsdaten des Modulwechselrichters ist nur Kabelgebunden möglich. SonnStrom hat sich für den MI-600 von Hoymiles entschieden, da hier die Leistung mit 600W der aktuell gültigen Anforderung (maximale Einspeiseleistung von 600W) entspricht und das Monitoring unkompliziert über WLAN (DTU-W100 Stick) möglich ist. Neu im Programm ist der HUAYU HY-600-Pro mit ebenfalls 600W Einspeiseleistung, hier ist der Datenlogger bereits integriert und es wird keine zusätzliche Hardware wie eine DTU benötigt.
Gerade bei Modulleistung oberhalb von 300W je Modul bestünde ja die Möglichkeit leistungsstärkere Modulwechselrichter einzusetzen um die Mehrleistung der Module auszunutzen. Hoymiles hat hier zum Beispiel den MI-700 im Programm. Der MI-700 überschreitet jedoch mit 700W Einspeiseleistung die 600W Grenze und ist damit nicht Regelkonform.
Folgende Übersicht gibt einen Einblick auf die aktuell verfügbaren Modulwechselrichter.

Grundlegend lässt sich die Anlagengröße in 3 Kategorien unterscheiden:
1. Balkonmodul 325W - 1 Photovoltaik Modul (325W) mit 350W AC Einspeiseleistung
2. Balkonkraftwerk 700W - 2 Photovoltaik Module (350W) mit 600W AC Einspeiseleistung
3. Balkonkraftwerk 1400W - 4 Photovoltaik Module (350W) mit 1200W AC Einspeiseleistung

Balkonkraftwerk 700W auf Garagendach

zwei 700W Balkonkraftwerke auf dem Garagendach versorgen die Wohneinheiten im benachbarten Wohngebäude

700W Flachdachsystem

Flachdachsystem mit zwei 350W Modulen

Balkonkraftwerk 650W auf Gartenhaus

Gartenhaus mit 650W Balkonkraftwerk